Annelies Laschitza & Günter Radczun (Hrsg.)

Rosa Luxemburg. Gesammelte Werke Bd. 3

Juli 1911 bis Juli 1914

  • Erschienen: 1. August 2003
  • Seiten: 508
  • ISBN: 978-3-320-02005-7

49,90

Der Band 3 enthält die Arbeiten Rosa Luxemburgs von Juli 1911 bis zum Vorabend des Ersten Weltkriegs im Juli 1914. Es sind die Jahre zwischen ihrem 41. und 44. Lebensjahr. Sie lebte weiterhin als Journalistin, Rednerin und im Wintersemester als Dozentin an der SPD-Parteischule. Die Beziehung zu Kostja Zetkin endete im Sommer 1912, im ersten Halbjahr 1914 begann sie eine neue mit ihrem Anwalt Paul Levi.

1912 hatte sich Rosa Luxemburg ihrer eigentlichen Profession zugewandt: der Nationalökonomie. Sie schrieb das Buch »Die Akkumulation des Kapitals« (1913, in Band 5 der Gesammelten Werke). Politisch blieb das zentrale Thema wie schon in den Jahren zuvor die Auseinandersetzung mit dem Instrument des politischen Massenstreiks. Daneben schob sich die immer größer werdende Kriegsgefahr in den Vordergrund. So war ab Herbst 1913 der Kampf gegen den Militarismus das alles beherrschende Thema.

Rosa Luxemburg erhielt wegen ihrer Agitation eine erneute Anzeige und wurde zu einem Jahr Haft verurteilt, die sie aber erst 1915/16 antreten muss. Es ist die Phase, in der sich die Entfremdung Rosa Luxemburg von Karl Kautsky und der deutschen Sozialdemokratie vollständig ausprägte. Seit 1912 hatte Luxemburg von der sozialdemokratischen Presse kaum noch Aufträge erhalten. Zusammen mit Franz Mehring und Julian Marchlewski gründete sie daraufhin eine eigene Pressekorrespondenz, die zweimal wöchentlich erschien und den Presseorganen fertige Artikel anbot, die gegen Vergütung nachgedruckt werden durften. Weitere Texte aus dieser Periode enthält Band 7/2.