Annelies Laschitza & Günter Radczun (Hrsg.)

Rosa Luxemburg. Gesammelte Werke Bd. 2

1906 bis Juni 1911

  • Erschienen: 30. Juli 2004
  • Seiten: 590
  • 6., überarbeitete Auflage 2004
  • ISBN: 978-3-320-02060-6

49,90

Der Band 2 enthält die Arbeiten Rosa Luxemburgs ab dem Jahre 1906 bis zum Juni 1911. Es sind die Jahre zwischen ihrem 36. und 41. Lebensjahr. Rosa Luxemburg hatte sich seit Ende 1905 an der russischen Revolution beteiligt, war in Warschau verhaftet worden und blieb nach ihrer Freilassung den Sommer 1906 noch unter anderem mit Lenin und Sinowjew im russisch besetzten Finnland. Nach ihrer Rückkehr nach Berlin lebte sie weiterhin als Journalistin, Rednerin und ab 1907 jährlich im Wintersemester als Dozentin an der SPD-Parteischule.

Die Beziehung zu Leo Jogiches war schon vor dem Ausbruch der russischen Revolution gescheitert. Als neuer Partner trat Kostja Zetkin in ihr Leben, der Sohn ihrer Freundin Clara Zetkin. Das zentrale inhaltliche Thema dieser Jahre bildete der politische Massenstreik. Rosa Luxemburg hatte ihn und seine Erfolge in der russischen Revolution selbst erlebt. Es ist der einzige Band, in dem sich aber auch Übersetzungen aus dem Polnischen finden, darunter die wichtigen Arbeiten »In revolutionärer Stunde: Was weiter?« und »Was wollen wir? Kommentar zum Programm der Sozialdemokratie des Königreichs Polen und Litauens«.

Die wichtigste Arbeit aus dieser Zeit ist jedoch ihre Broschüre »Massenstreik, Partei und Gewerkschaften« (1906), in der sie versuchte, für die westeuropäische, nicht zuletzt für die deutsche Sozialdemokratie Schlussfolgerungen aus den Ereignissen während der russischen Revoution von 1905 zu ziehen. Es ist die Phase, in der – unmerklich – die Entfremdung Rosa Luxemburgs von Karl Kautsky und der deutschen Sozialdemokratie insgesamt einsetzte. Weitere Texte aus dieser Periode enthält Band 7/1.