Rolf Hecker & Ingo Stützle (Hrsg.)

Engels’ »Anti-Dühring«

Kontext, Interpretationen, Wirkung

  • Erschienen: 30. März 2020
  • Seiten: 176, gebunden
  • ISBN: 978-3-320-02370-6

18,00

Weder Marx noch Engels hatten je die Absicht, ein »System« zu etablieren. Wie aber konnte sich dennoch mit dem »Anti Dühring« der Marxismus als Weltanschauung etablieren? Die Dialektik wird darin zu einem Prinzip erklärt, das nicht nur Geschichte, sondern auch Natur bestimmt. Welche Auswirkungen hatte das auf das Verständnis von Politik und Wissenschaft? In welchem Verhältnis stehen Ökonomie, Politik und Recht zueinander? Welche Rolle spielt die Gewalt im Kapitalismus? Welche Bedeutung kommt Eugen Dührings Antisemitismus zu? Diese und andere Fragen diskutieren u. a. Andreas Arndt, Andreas Fisahn, Heide Gerstenberger, Mario Keßler, Dorothea Schmidt und Wolfgang Lefèvre im Begleitband zur neuen Studienausgabe des »Anti-Dühring«, um diese Schrift von Engels besser verstehen und einordnen zu können.

Inhalt

Vorwort von Rolf Hecker/Ingo Stützle

  • Dorothea Schmidt: Von der Ersten zur Zweiten Internationale. Friedrich Engels und die Sozialdemokratie zwischen nationaler und internationaler Solidarität
  • Andreas Arndt: Dialektik in Faustformeln
  • Carl-Erich Vollgraf: Mehr als 60 Seiten: Engels’ Zusätze zum 3. Band des »Kapitals«
  • Wolfgang Lefèvre: Engels’ naturtheoretisches Projekt. Die Notwendigkeit übergreifender Theoriebildung jenseits spekulativer Naturphilosophie
  • Heide Gerstenberger: Über die »Gewaltstheorie« von Friedrich Engels
  • Andreas Fisahn: Juristen-Sozialismus. Inhalt und Form des Rechts in der bürgerlichen Gesellschaft
  • Christian Schmidt: Wissenschaftlichkeit und Utopie. Die Funktionen der engelsschen Dühringkritik für die deutsche Sozialdemokratie
  • Mario Keßler: »Sozialismus« und Judenhass: Eugen Dühring
  • Eike Kopf: Zeitgenössische Reflexionen zum »Anti-Dühring«