Erhard Kiehnbaum

Peter Imandt – Eine Biografie

  • Erschienen: 1. Oktober 2001
  • ISBN: 978-3-320-02030-9

9,90

Peter Imandt nahm als Student am Befreiungskampf in Schleswig-Holstein teil, wurde in Trier aktives Mitglied des demokratischen Vereins und redigierte dessen Blatt, zugleich spielte er im Turnverein eine führende Rolle. 1849 nahm er am Sturm auf das Prümer Zeughaus und an den Kämpfen in Baden und der Pfalz teil, weshalb er in die Schweiz emigrieren musste. Von dort wegen der »Theilnahme an politischen Umtrieben« ausgewiesen, strandete er schließlich in England, wo er in Dundee über 40 Jahre als Sprachlehrer wirkte.

Er war mit Marx und Engels, Ferdinand Freiligrath, Wilhelm Liebknecht, Victor Schily und Adolph Cluß befreundet. Friedrich Adolph Sorge, einer der Begründer der Arbeiterbewegung in den USA, bekannte freimütig, dass er durch Imandts »eifrige Propaganda « einen Teil seiner »ideologischen Schwärmereien verloren und etwas Einsicht in die proletarische Bewegung« gewonnen habe. In einem Nachruf von 1897 wird er zu den Pionieren jener Partei gezählt, die einen »so großen Einfluss im Reichstag erlangt hat«.

Briefe, Zeitungsartikel und Polizeiberichte aus Berlin und Moskau, London und Amsterdam, Trier und Bonn, Genf und Zürich lassen Stück für Stück das Wirken eines Mannes lebendig werden, der nie im Rampenlicht gestanden hat, dessen Name aber dennoch in die Geschichte eingegangen ist.