Thomas Flierl & Elfriede Müller (Hrsg.)

Vom kritischen Gebrauch der Erinnerung

  • Erschienen: 1. März 2009
  • ISBN: 978-3-320-02171-9

16,80

»Der eigentliche Wert der Erinnerung besteht in dieser Einsicht, dass nichts vorüber ist.«

Elias Canetti

Seit dem Ende des kurzen 20. Jahrhunderts ist ein neues Interesse an Beziehungen von Geschichtsschreibung, Erinnerungskultur und Geschichtspolitik erwachsen, die verdrängte, nicht bearbeiteten »Erinnerungen« in den Fokus nimmt. Ein nicht nur musealer Geschichts-Boom ist festzustellen, eine »Erinnerungskultur« ist entstanden. Es geht dabei nicht mehr um plausible und konsistente Erzählungen, um Geschichts-Schreibung oder -Darstellung gesellschaftlicher Ereignisse und Entwicklungen, sondern um die öffentliche Vergegenwärtigung und Anerkennung bestimmter kollektiver Erinnerungen. Diese Kulturalisierung der Geschichtspolitik äußert sich vor allem in den mittlerweile unzähligen Denkmalsprojekten und der wachsenden Bedeutung der Gedenkstättenpolitik.

  • Vorwort der Herausgeber
  • Thomas Flierl, Elfriede Müller: Kritische Erinnerungskultur
  • Enzo Traverso: Vom kritischen Gebrauch der Erinnerung
  • Régine Robin: Das Verschwinden der DDR im kollektiven Gedächtnis
  • Volkhard Knigge: Europäische Erinnerungskultur. Identitätspolitik oder kritisch-kommunikative historische Selbstvergewisserung
  • Etienne François: Ist eine gesamteuropäische Erinnerungskultur vorstellbar?
  • Sophia Schmitz, Steffen Kreuseler: ERA – European Resistance Archive
  • Silke Hünecke: Ein umkämpftes Terrain – Erinnerungspolitik im spanischen Staat
  • Martin Schönfeld: Kritisches Denkzeichen und restauratives Denkmal
  • Die Autorinnen und Autoren.