Friedrich Herber (Hrsg.)

Miklós Nyiszli: Im Jenseits der Menschlichkeit

Ein Gerichtsmediziner in Auschwitz

  • Erschienen: 1. Januar 2011
  • Seiten: 208
  • ISBN: 978-3-320-02061-3

12,40

»Ich erkläre als unmittelbarer Zeuge, dass ich meinen Bericht über diese finsterste Zeit der Menschheits-Geschichte nach der Wirklichkeit, ohne Übertreibung und ohne zu beschönigen, niedergeschrieben habe.«

Miklós Nyiszli

Nur wenige Häftlinge überlebten die Sonderkommandos in Auschwitz, noch weniger vermochten je darüber zu berichten. Der jüdische Gerichtsmediziner Miklós Nyiszli gehörte zu denjenigen, die das Grauen nicht nur überlebten, sondern auch Zeugnis davon ablegen konnten von der »finstersten Zeit der Menschheitsgeschichte«. 1946 erstmals erschienen, schildert der Bericht des ungarischen Juden mit rumänischem Pass, der in Deutschland zum Gerichtsmediziner ausgebildet wurde, minutiös die Abläufe der Vernichtungsmaschinerie.

Als Arzt beim Auschwitzer Krematorium eingesetzt, war er für zahlreiche Obduktionen verantwortlich und fertigte Berichte an, die meist vom vorgesetzten SS-Arzt Mengele abgezeichnet wurden. Es handelt sich um die erste Publikation eines Augenzeugen, die aus dem Inneren der Todesfabrik Auschwitz berichtete. 1992 erschien die Schrift erstmals in deutscher Sprache im Karl Dietz Verlag Berlin. Nyiszlis Bericht diente als Vorlage für das Drehbuch von Tim Blake Nelsons Film »Die Grauzone«.

Bearbeitet von Andreas Kilian und Friedrich Herber (Herausgeber).

Inhalt

  • Vorbemerkungen
  • Erklärung
  • Im Jenseits der Menschlichkeit
  • Nachwort
  • Anmerkungen
  • Der Lebensweg des Dr. Miklós Nyiszli
  • Personalia
  • Literatur