Nuss_Betriebsunfall_RGB

Sabine Nuss (Hrsg.)

Der ganz normale Betriebsunfall

Viermal Marx zur globalen Finanzkrise

  • Erschienen: 21. September 2018
  • Seiten: 144
  • ISBN: 978-3-320-02350-8

14,00

Am 15 . September 2008 meldete die Investmentbank Lehman Brothers Insolvenz an. Sie löste damit eine der schwersten Finanzkrisen des 20. Jahrhunderts aus. Noch immer ist nicht ausgemacht, ob die Krise überwunden ist oder die Wirtschaft stagniert. Die herrschende Ökonomie seinerzeit war ratlos, vermehrt wurde wieder Marx zitiert. Hatte er doch recht gehabt?

Nun ist zwar für Marxisten eine Krise keine Überraschung, sondern Teil des Systems, jedoch wird bis heute über die Ursachen gestritten. Das »Aufblähen« des Finanzmarktsektors, steigende Verschuldung des Staates und der privaten Haushalte, realwirtschaftliche Prozesse, wie zunehmende Ungleichheit und über Jahrzehnte gesunkene Löhne – das sind einige der in der Debatte gehandelten potenziellen Krisenursachen.

Der vorliegende Band bringt vier Ansätze miteinander ins Gespräch. Ergeben die vier Ansätze am Ende trotz aller Widersprüche eine kohärente Krisenerklärung? Wie weit kommt man dabei mit Marx und wo befinden wir uns heute, zehn Jahre später? Es diskutieren Maria Kader, Ralf Krämer, Günther Sandleben und Ernst Lohoff/Norbert Trenkle.

Inhalt:

Vorwort

I Einleitung

  • Stephan Kaufmann
    Die Krise 2007–2009

II Vier Standpunkte
Die Krisen des Kapitalismus – Ursachen und Auslöser

  • Maria Kader
    Money for nothing …
    Kapitalistische Wachstumsversprechen als Illusion
  • Ralf Krämer
    Wie die Finanzblase an der Realwirtschaft platzt
    Kapitalistische Produktion und ihre Krisenhaftigkeit
  • Guenther Sandleben
    Wenn die Wirtschaft aus den Fugen springt
    Ursachen, Verlauf und Bedeutung der großen Krise von 2008
  • Ernst Lohoff
    Der inverse Kapitalismus
    Das Zeitalter des fiktiven Kapitals

III Vier Entgegnungen
Die Realsphäre und die Finanzsphäre – ein schwieriges Verhältnis

IV Ein Streitgespräch

Die Autoren