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Stephan Rindlisbacher (Hrsg.)

Wera Sassulitsch oder: Die Poesie der Revolution

  • Veröffentlichung: 11. März 2026
  • Seiten: 168, 3 Abb., Broschur
  • ISBN: 978-3-320-02437-6

14,00

»Wer war diese Frau, die schon zu Lebzeiten mit einer Ikone verglichen wurde?«

Stephan Rindlisbacher

Wera Sassulitsch war eine außergewöhnliche Frau in einer von Männern beherrschten Welt. Mit ihrem Attentat auf den Petersburger Polizeikommandanten Trepow erlangte sie 1878 schlagartig internationale Bekanntheit. Später zählte sie zu den führenden Persönlichkeiten der russischen Sozialdemokratie, war Mitbegründerin der revolutionären Zeitung Iskra und übersetzte zentrale Texte von Marx und Engels ins Russische. 1903 kam es zum Bruch mit der Gruppe um Lenin; fortan beteiligte sie sich beim Aufbau der Menschewiki.

Bei all ihrer politischen Aktivität war ihr wichtig, einer Gemeinschaft anzugehören, in der sie so akzeptiert wurde, wie sie war – das war für Wera Sassulitsch die »Poesie der Revolution«. Stephan Rindlisbacher gewährt in diesem Band einen Einblick in Sassulitschs bemerkenswerte Lebensgeschichte. In den ausgewählten und teils erstmals ins Deutsche übersetzen Dokumenten kommen Wera Sassulitsch selbst wie auch ihre engsten Weggefährten zu Wort.

Stephan Rindlisbacher, geb. 1982, ist Historiker mit einem Schwerpunkt östliches Europa. Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Von ihm erschien unter anderem 2014 »Leben für die Sache. Vera Figner, Vera Zasulič und das radikale Milieu im späten Zarenreich« sowie 2025 »Borders in Red. Managing Diversity in the Early Soviet Union«.

Inhalt (Inhaltsverzeichnis als PDF)

Wera Sassulitsch: Sehnsucht nach Gemeinschaft
Stephan Rindlisbacher

  • Kindheit und Jugend
  • Die Netschajew-Affäre
  • »Gang ins Volk«
  • Das Attentat auf Fjodor Trjepow
  • Der Skandalprozess
  • Die Nachwirkungen des Freispruchs
  • Gruppe »Befreiung der Arbeit«
  • Die Herausforderungen des Exils
  • Iskra – Ein Funke Hoffnung
  • Wieder in Russland
  • Krieg und Revolution
  • Das Erbe von Wera Sassulitsch

Texte von und über Wera Sassulitsch

  • Kindheit (1853–1865)
  • Das Attentat auf Trjepow (1878)
  • Richter Anatoli Koni über den Prozess gegen Wera Sassulisch (1878)
  • Brief an Karl Marx (1881)
  • Antwort von Karl Marx (1881)
  • Wie es zu dem Brief an Marx kam (1912)
  • Dawid Rjasanow über den Briefwechsel mit Marx (1926)
  • Über den Wechsel von den Narodniki zu den Sozialdemokraten (1883)
  • Die Frauen in der russischen Arbeiterbewegung (1901)
  • Zur Spaltung der russischen Sozialdemokratie (1904)
  • Erinnerungen von Rosalia Bograd-Plechanowa an Wera Sassulitsch (1876/1878)
  • Sergei Krawtschinski über Wera Sassulitsch (1882)
  • Leo Trotzkis Erinnerungen an den Zweiten Parteitag von 1903
  • Vladimir Zederbaum-Lewizki über Sassulitisch (1919)

Anhang

  • Biografische Daten
  • Personenregister (Auswahl)
  • Quellen und Literatur
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Über den Herausgeber

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