Matthias Krauß

Die Partei hatte manchmal Recht

  • Erschienen: 27. Februar 2009
  • Seiten: 224
  • ISBN: 978-3-320-02174-0

14,90

Deutschlands Medien, Historiker und Politiker sind sich einig: Die DDR, die 1990 erlosch, hat nichts von Wert verkörpert, nichts von Wert verfolgt und nichts von Wert bewirkt. Da waren Mauer, Schießbefehl und Stacheldraht. Und vielleicht noch Katarina Witt und das Sandmännchen. Sonst nichts.

War es wirklich so, oder war nicht alles viel komplizierter? Matthias Krauß hat sich vorgenommen, dem vorherrschenden DDR-Bild etwas entgegenzuhalten. Dabei geht es ihm nicht darum, den Verteufelungen der DDR ihre Idealisierung entgegenzusetzen. Weil heute in der Regel Dinge Erwähnung finden, die gegen die DDR sprechen, ist sein Anspruch, ausführlich darzulegen, was für sie spricht. Schonungslos, kenntnisreich und unterhaltend deckt Matthias Krauß auf, dass sich die Nachteile der DDR vielfach aus ihren Vorzügen ergaben und umgekehrt. Denn: Die DDR wird heute weniger für die Dinge gehasst, mit denen sie im Unrecht war – gehasst wird sie vor allem für Dinge, in denen sie mitunter sogar Vorbild war.