»Können wir jetzt endlich ernsthaft über antifaschistische Wirtschaftspolitik sprechen?« So reagierte die Ökonomin Isabella Weber auf X nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA Ende letzten Jahres. Der Post erfuhr viel Resonanz. Webers Vorstoß wurde in Deutschland vor allem von der Partei Die Linke aufgenommen, aber auch von Vertreterinnen und Vertretern der kritischen Wirtschaftswissenschaften, von Jugendorganisationen und Gewerkschaften.
Angesichts der wachsenden Bedrohung von rechts wird die Suche nach politischen Antworten immer dringlicher. Könnte eine davon »antifaschistische Wirtschaftspolitik« lauten, die durch Umverteilung von oben nach unten und eine aktive staatliche Investitionspolitik die neoliberale Ära ablöst und soziale Sicherheit stärkt? Sozusagen als Bollwerk gegen rechte Tendenzen.
Doch warum wählen Menschen in Krisenzeiten rechts statt links? Welche blinden Flecken werden dabei gar nicht angesprochen? Und was verraten kapitalistische Strukturen über die ideologische Anschlussfähigkeit rechter Weltbilder?
Sabine Nuss geht diesen Fragen nach und diskutiert Chancen und Grenzen einer »antifaschistischen Wirtschaftspolitik« – im Gespräch mit Andrej Holm (Mietendeckel), Stephan Kaufmann (Inflation), Antonella Muzzupappa (Investitionen) und Ingo Stützle (Vermögenssteuer).
Das Buch wird ab der 48. Kalenderwoche im Buchhandel erhältlich sein.
