Buchmesse

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Der Verlag auf der Leipziger Buchmesse, 21.–24. März 2019

Der März steht in Leipzig im Zeichen des Lesens. Und wie jedes Jahr präsentieren linke Verlage ihre wichtigsten Neuerscheinungen auf der gemeinsamen Leseinsel »Die Bühne«. Mit vier Vorstellungen ist auch der Karl Dietz Verlag wieder dabei. Zu finden sind wir in Halle 5, Stand E 406.

 

Karl Dietz Verlag im Rahmen des Programms von »Die Bühne. Linke Verlage auf der Leipziger Buchmesse«, Halle 5, Stand E 404

 

Donnerstag, 21.3., 16.30 Uhr
Vivek Chibbers postkoloniale Theorie und das Gespenst des Kapitals

Postkoloniale Theorie ist in den letzten Jahren im akademischen Raum zu einem äußerst einflussreichen Ansatz geworden. Diese Denkschule, mit der Entwicklungen im globalen Süden erklärt werden sollen, ist insbesondere für ihre Kritik an universalisierenden Kategorien der Aufklärung bekannt. Genau hier setzt Vivek Chibber am Beispiel der »Subaltern Studies« an. Politisch will er damit die Perspektive eines proletarischen und antikapitalistischen Internationalismus im Sinne von Marx verteidigen. Eine Buchvorstellung durch den Übersetzer Christian Frings.

 

Freitag, 22.3., 11.00 Uhr
Jörn Schütrumpf: Die Mär vom Spartakusaufstand

Im Januar 1919 greifen Arbeiter in Berlin zu den Waffen. Der vom linken Flügel der Berliner USPD getragene Aufstand wurde von Anfang an der gerade gebildeten KPD zugeschrieben. Sie war für derlei Aktionen allerdings viel zu schwach. Gleichwohl hält sich bis heute die Legende vom Spartakusaufstand. Zu ganz anderen Ergebnissen kommt der Untersuchungsausschuss der verfassunggebenden Preußischen Landesversammlung über die Januar-Unruhen 1919 in Berlin in seinem Abschlussbericht vom 9. Februar 1921.

 

Freitag, 22.3., 14.00 Uhr
Der Lebensweg von Rosa Luxemburg neu erzählt

Seit ihrer Jugend war Rosa Luxemburg davon überzeugt, dass sich die Welt verändern muss. Schon in jungen Jahren kämpfte sie für die Rechte der Arbeiterschaft und die Idee des Sozialismus. Die Graphic Novel »Rosa« von Kate Evans zeigt Luxemburgs intellektuelle Welt und setzt ihre Ideen in den Kontext einer bewegenden Lebensgeschichte. In feinfühligen Bildern wird der historische und biografische Kontext ihres Lebens ausgeleuchtet und ein Einblick in ihr theoretisches Werk gegeben. Der Band wird vorgestellt von Übersetzer Jan Ole Arps.

 

Samstag, 23.3., 13.00 Uhr
Rolf Hecker präsentiert eine Auswahl seiner Beiträge zur Marx-Forschung

Seit über 40 Jahren beschäftigt sich Rolf Hecker eingehend mit der Entstehung, Rezeption und Edition von Marx’ Werk. Der Berliner Ökonom und Historiker zeigt, wie Entwicklungs- und Wirkungsgeschichte des »Kapitals« miteinander in Verbindung stehen, und erhellt so Marxens Forschungsprozess. Seine Abhandlungen über Geschichten und Geschichte zum »Kapital« eröffnen einen neuen Zugang zu dem »Springpunkt, um den sich das Verständnis der politischen Ökonomie dreht« (Marx).