Bald erhältlich

Der Rest und der Westen

Im Lauf des Septembers erscheint  »Der Rest und der Westen. Kapital und Macht in einer multipolaren Welt« von Sandro Mezzadra und Brett Neilson. Darin verhandeln die Autoren die Frage, wie Krieg, Kapital und globale Macht in einer sich multipolar transformierenden Welt miteinander verwoben sind.

Zentrales Anliegen des Buches ist eine Neufassung des Imperialismusbegriffs: Statt ihn als Konkurrenz nationaler Großmächte oder als Expansionsstrategie »des Westens« zu verstehen, bestimmen Mezzadra und Neilson Imperialismus als bewegliches Ensemble von Kriegsdynamiken, logistischer Infrastruktur, Finanzmacht und geopolitischen Verschiebungen, das sich in der Gegenwart multipolar entfaltet. Imperialismus ist damit keine »Blockkonfrontation«, sondern eine produktive Logik kapitalistischer Herrschaft, die Konflikte hervorbringt und zugleich organisiert.

Der interdisziplinäre Ansatz – verfasst von Experten für Globalisierung, Migration, logistische Infrastrukturen und digitale Ökonomien – macht das Buch besonders relevant für aktuelle Debatten in den Sozialwissenschaften. Ein Muss für alle, die den gegenwärtigen Imperialismus und die Zukunft der Geoökonomie verstehen – und neu denken – wollen.
 
Das Buch kommt in der zweiten Septemberhälfte in den Buchhandel.

Sandro Mezzadra ist Professor für politische Theorie an der Universität Bologna und bekannt für seine Arbeiten zu Migration und Globalisierung.

Brett Neilson ist Professor an der Western Sydney University und forscht zu Themen wie Logistik, Digitalisierung und zeitgenössischem Kapitalismus.