Friedmann, Ronald: Arthur Ewert – Revolutionär auf drei Kontinenten


Friedmann, Ronald: Arthur Ewert – Revolutionär auf drei Kontinenten

Artikel-Nr.: 02319-5
34,90
Preis inkl. MwSt., Versandkostenfreie Lieferung


Band XIX der Reihe »Geschichte des Kommunismus und Linkssozialismus«
448 Seiten, gebunden.
ISBN 978-3-320-02319-5
Karl Dietz Verlag Berlin GmbH 2015

Das Leben von Arthur Ewert (1890-1959) war selbst nach den Maßstäben des »Zeitalters der Extreme« außergewöhnlich. Fünf Jahre in den USA und Kanada hatten ihm eine Weltsicht eröffnet, die ihm bereits in den frühen zwanziger Jahren ein unverwechselbares Profil verlieh. Phrasendrescherei und Verbalradikalismus waren ihm fremd. Daß Arthur Ewert in einen unauflöslichen Konflikt mit dem Führungsanspruch einer mächtigen und machtversessenen Gruppe, auf der Ebene der Komintern und der KPdSU (B) repräsentiert durch Jossif Stalin, auf der Ebene der KPD repräsentiert durch Ernst Thälmann, geraten mußte, war zwangsläufig. 1934 ging er im Auftrag der Komintern nach Brasilien, wo er verhaftet wurde. Jorge Amado, der große brasilianische Romancier, schrieb über Ewert: »Niemals ist ein Mensch in ähnlicher Weise gemartert worden wie er. [.] Ewert [. gab] mehr als sein Leben, [. er gab] seinen Verstand für das Wohl Brasiliens.«

Ronald Friedmann, Jg. 1956, Historiker und Journalist. Studium der Geschichte und der Lateinamerikawissenschaften in Rostock; 1985 bis 1990 diplomatischer Mitarbeiter im DDR-Außenministerium; längere Auslandsaufenthalte in Angola (1981/82), Brasilien (1986/87) und Italien. Seit 1990 u. a. Autor für Neues Deutschland, Junge Welt, Disput. Veröffentlichte u. a. eine Klaus-Fuchs-Biographie (2006) und eine Gerhart-Eisler-Biographie (2007). Bei Dietz Berlin erschien 2011: »Die Zentrale. Geschichte des Berliner Karl-Liebknecht-Hauses.«

Diese Kategorie durchsuchen: Rote Reihe