Balabanoff, Angelica: Lenin oder: Der Zweck heiligt die Mittel


Balabanoff, Angelica: Lenin oder: Der Zweck heiligt die Mittel

Artikel-Nr.: 02288-4
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Hrsg. von Jörn Schütrumpf.
192 Seiten, Klappenbroschur.
Karl Dietz Verlag Berlin GmbH 2012, 2., korr. Aufl. 2016

Den Emigranten Lenin lernte Angelica Balabanoff 1905 in Zürich kennen. Er war die Zeit, als der spätere Faschistenführer Benito Mussolini noch zum Freundeskreis der in Russland geborenen Führerin der italienischen Sozialisten gehörte. Angelica Balabanoff und Lenin verband ein spannungsvolles Verhältnis. Sie geriet mit ihm nicht zuletzt als Motor der sozialistischen Antikriegsbewegung Europas und als Organisatorin der Zimmerwalder Konferenzen gegen den Ersten Weltkrieg immer wieder aneinander: Sie wollte die Sozialistische Internationale, in deren Büro sie bis 1914 neben Rosa Luxemburg, August Bebel, Jean Jaures und Lenin mitgearbeitet hatte, erneuern, Lenin wollte die Internationale spalten...

Nach der Oktoberrevolution hatte in den Amtsstuben Sowjetrusslands ihr Porträt neben denen von Lenin, Trotzki und Alexandra Kollontai gehangen; u. a. war sie Leiterin der Kommunistischen Internationale. Die Niederschlagung des Kronstädter Aufstands 1921 ließ die Tochter aus großbürgerlich-jüdischem Hause – sie war einst durch Antonio Labriola zum Sozialismus gelangt – mit Lenin brechen. Ohne Aufsehen ging sie abermals ins Exil und verhielt sich bis 1956 gegenüber der russischen Revolution loyal. Die Niederschlagung der ungarischen Revolution im November 1956 veranlasste Angelica Balabanoff, das Schweigen zu brechen.

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