Michel, Robert: Bärendienst – Berlin zum Fürchten


Michel, Robert: Bärendienst – Berlin zum Fürchten

Artikel-Nr.: 02221-1
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Karl Dietz Verlag Berlin GmbH 2010
Fotoband, 288 Seiten, Hardcover.

Alles nach außen gelebt, Ende offen. Fiebrige Aktivität allenthalben, Wirrnis, Überschwang.
Programme und Losungen zum Tageskurs. Träume, Räusche, Brüche, Stürze - ein Straßenkampf der Leidenschaften. So bot sie sich dar, die Zeit nach dem Mauerfall, und so bot sie sich feil dem Fotografen. Geschichte auf frischer Tat. Motive! Gelegenheiten! Von heute aus: die Goldenen Neunziger. Berlin, der Osten – die Übergangsperiode. Blaß und blasser die Erinnerung. Das Lebensgefühl von damals - nicht mehr zu fassen. Oder sollte es bewahrt sein, ein Quentchen davon, in jenen Momenten, die eine Kamera festhält? Der Epochenumbruch im Augenblick – die Fliege im Bernstein ... Hier sind solche Momente versammelt, sechshundert an der Zahl. Gegen Ende der Dekade zum Buch montiert und so jetzt auch belassen; keine »Aktualisierung« hier und da. Eine Flaschenpost aus verlornen Tagen. Ohne die Pflicht zur Chronik. Weder Staatsaktionen nach Protokoll noch Promis in Pose. Was ein Augenpaar fassen konnte, so weit die (zugehörigen) Füße trugen. Zum Zuge kommt der sprichwörtliche Mann von der Straße, zum Zuge und in Fahrt. Die frechen Mädchen nicht zu vergessen. Und die Hundepopulation der Hauptstadt. Ein BerlinBilderBogen, der sich verlassen darf auf die Schnurren und Skurrilitäten des Alltags – Kurzweil und Vergnügen den Widrigkeiten zum Trotz. Bärendienst – klingt nach einem Schmähbuch. Das aber seine Zuneigung nicht verhehlen kann.
Resultat einer Berlinkarriere, die aus dem Staunen nicht herauskommt, bis zum heutigen Tag. Bärendienst - hier werden keine Hymnen gesungen, eher schon Gassenhauer. Eine Revue der abseitigen Ansichten. Und Kehrseiten.

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