Flierl, Bruno: Schloss – Palast der Republik – Humboldt-Forum


Flierl, Bruno: Schloss – Palast der Republik – Humboldt-Forum

Artikel-Nr.: 02203-7
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Mitte Spreeinsel in Berlin - ein Ort historischer Brüche.
Eine Ausstellung der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Karl Dietz Verlag Berlin GmbH 2009
25 Seiten, 203 z.T. farb. Abbildungen, Broschur.

Seit der 1990 vollzogenen Vereinigung der nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen beiden deutschen Staaten wie auch der in Berlin existierenden selbständigen Städte – West-Berlin und Ost-Berlin als Hauptstadt der DDR - wird über die Zukunft der Mitte von Berlin als der neuen Bundeshauptstadt debattiert. Dabei geht es insbesondere um die Neubestimmung und Neugestaltung der Spreeinselmitte, eines Ortes widersprüchlicher deutscher Geschichte. Hier stand seit dem Mittelalter das Schloss der Hohenzollern, bis es kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges durch Bomben zerstört und 1950 als Ruine von der DDR abgerissen wurde. Danach war es in beiden deutschen Staaten mehr oder weniger in Vergessenheit geraten, nicht zuletzt seitdem die DDR an seine Stelle 1973 bis 1976 den Palast der Republik errichtet hatte.Freunde des verlorengegangenen Schlosses sahen das Ende der DDR als Chance, das alte Schloss wieder aufzubauen und zu diesem Zweck den Palast abzureißen. Es gelang ihnen, diese Idee – vor allem über die Medien – populär zu machen und im Bundestag eine große Mehrheit für sie zu gewinnen. Darüber ist in ganz Deutschland, besonders in Berlin, ein Streit ausgebrochen, der vordergründig als ein symbolischer Kampf um den Wert städtebaulicher und architektonischer Zeichensetzungen ausgetragen wird, insbesondere auf der Ebene Historismus versus Moderne, dem jedoch ein zutiefst politischer Streit um gegensätzliche Auffassungen über angemessene Wertorientierungen für eine zukunftsoffene Entwicklung der Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland und ihrer Hauptstadt zugrunde liegt.

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