Braune, Peter: Die gescheiterte Einheitsschule


Braune, Peter: Die gescheiterte Einheitsschule

Artikel-Nr.: 02056-9
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Heinrich Schulz - Parteisoldat zwischen Rosa Luxemburg und Friedrich Ebert.
Texte-Reihe der Rosa-Luxemburg-Stiftung Bd. 16.
224 Seiten, Broschur.
Karl Dietz Verlag Berlin GmbH 2004

Jahrzehntelang hatte der Volksschullehrer Heinrich Schulz von 1897 an in der Sozialdemokratischen Partei für die staatliche Einheitsschule nach der sozialistischen Revolution geworben. Als hauptamtlicher Leiter des Zentralen Bildungsausschusses und der Parteischule in Berlin arbeitete er von 1906 bis 1914 u.a. eng mit Rosa Luxemburg, Clara Zetkin und Wilhelm Pieck zusammen.
1915 sah er im Krieg allerdings eine Chance zur Emanzipation der deutschen Arbeiter und brach mit seinen radikalen Mitstreitern. Friedrich Ebert belohnte ihn 1917 dafür mit der Aufnahme in den Parteivorstand. Als »treuer Parteisoldat« schloß er 1919 auf Anweisung Eberts mit dem Zentrum den Weimarer Schulkompromiß ab. In der Verfassung wurden dreigliedriges Schulsystem und Einfluß der Kirchen auf die Schulen abgesichert. Wieder belohnte ihn Ebert. Schulz wurde Staatssekretär für Kultur- und Schulangelegenheiten.
Was beide beim alten ließen, rächt sich noch heute.
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