Anand u.a.: Eine andere Welt ist möglich. Das Weltsozialforum


Anand u.a.: Eine andere Welt ist möglich. Das Weltsozialforum

Artikel-Nr.: 02054-5
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Aus dem Englischen übersetzt von Carla Krüger.
Mit freundlicher Genehmigung der Viveka-Stiftung, New Delhi.
Reihe Texte der Rosa-Luxemburg-Stiftung Bd. 15
505 Seiten, Broschur.
Karl Dietz Verlag Berlin GmbH 2004

Im Jahre 2001 war es eine Sensation: das Weltsozialforum in Porto Alegre. Zum ersten Mal trafen sich Zehntausende von allen Kontinenten, um zu zeigen: Die Welt gehört nicht den Konzernen. Die Globalisierung muss von den Menschen selbst in die Hand genommen werden. »Dort in Davos«, rief Walden Bello mit Blick auf den zur gleichen Zeit stattfindenden Weltwirtschaftsgipfel, »diskutiert die globale Elite, wie sie ihre Hegemonie über den Rest von uns aufrechterhalten kann. Hier in Porto Alegre diskutieren wir, wie wir den Planeten erhalten können.«
Jetzt, im Jahre 2004, ist das Weltsozialforum – das WSF – schon fast eine Normalität geworden. Andere ähnliche Foren – so das Europäische Sozialforum (ESF) – sind hinzugekommen.
Das WSF hat sich 2002 und 2003 erneut in Porto Alegre getroffen und im Januar 2004 in Mumbai. Das ESF traf sich 2002 in Florenz und 2003 in Paris, und im Oktober 2004 wird London die Gastgeberstadt sein. Hunderte, ja tausende auf nationaler oder internationaler Ebene organisierte Gruppen, Initiativen und Bewegungen sind Bestandteil und Träger dieser Foren, sorgen dafür, dass die Welt- und Europatreffen nicht vereinzelte Ereignisse sind, sondern Teil eines Prozesses, der immer stärker im Alltag der politischen Auseinandersetzungen wurzelt.
Nichts aber bleibt, wie es ist. Auch das WSF muss sich erneuern. Wohin wird es gehen in den nächsten Jahren? Wie wird es seine Anziehungskraft vergrößern können – und wie seine politische Kraft? Wie kann es seine Vielfalt bewahren, wie sich schützen vor Vereinnahmung und Hegemonie?
Wie kann es überschaubar und erlebbar bleiben in der Fülle der in ihm vereinigten Sprachen, Kulturen, Traditionen, Standpunkten und Erwartungen?
Mehr als 40 Akteurinnen und Akteure des WSF geben auf diese Fragen im vorliegenden Band Antwort: mit so ermutigender wie kritischer Rückschau und so problemorientiertem wie hoffnungsvollem Blick voraus. Dokumente runden das Bild des WSF, das hier erstmals in so komplexer Form in deutscher Sprache gezeichnet wird, weiter ab.

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