Scheler, Werner: Von der Deutschen Akademie der Wissenschaften


Scheler, Werner: Von der Deutschen Akademie der Wissenschaften

Artikel-Nr.: 01991-4
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Abriß zur Genese und Transformation der Akademie.
Karl Dietz Verlag Berlin GmbH 2000
480 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag.

Das Buch liefert eine informative Überblicksdarstellung zur Geschichte der bedeutendsten Forschungsinstitution der DDR. Die Sowjetische Militäradministration in Deutschland verfügte mit Befehl Nr. 187 die Wiedereröffnung der ehemaligen Preußischen Akademie der Wissenschaften mit Wirkung vom 1. Juni 1946 als »Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin«. Diese DAW stand in der Nachfolge der 1700 gegründeten Kurfürstlich Brandenburgischen Societät der Wissenschaften, die im Laufe der Zeit mehrfach ihren Namen änderte, und fühlte sich von Anbeginn derem progressiven Erbe verpflichtet. Mit ihrem Statut von 1946 schlug sie neue Wege ein, die von der traditionellen Gelehrtengesellschaft zu einer staatlichen Forschungsinstitution führten, die ihre Tätigkeit auf ihr bisher fremde, vor allem naturwissenschaftliche und technische Gebiete ausdehnte. Wie der zentralistische und planwirtschaftliche Charakter des DDR-Staates verlangte, erfolgten wiederholt Anpassungen an die »gesellschaftspolitischen Bedürfnisse des Sozialismus«. Den entscheidenden Einschnitt brachte die Reform von 1968–1970, die die Akademie als zentrale Wissenschafts- und Forschungsinstitution der DDR ausgestaltete und somit direkt in die Herrschaftsstruktur der SED integrierte. Am 7. Oktober 1972 wurde die DAW in »Akademie der Wissenschaften der DDR« (AdW) umbenannt. Am Ende der DDR verfügte die Akademie über 58 Forschungseinrichtungen auf sieben großen Wissenschaftsgebieten mit ca. 20 000 Beschäftigten. Der Einigungsvertrag zwischen der BRD und der DDR vom 31. August 1990 bedeutete das »Aus« der AdW. Die politisch gewollte »Abwicklung« wurde Ende 1991 abgeschlossen.

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