Podewin, Norbert: Walter Ulbricht


Podewin, Norbert: Walter Ulbricht

Artikel-Nr.: 01886-3
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Eine neue Biographie.
Karl Dietz Verlag Berlin GmbH 1995
504 Seiten, 24 Bildseiten, 36 Abbildungen, gebunden mit Schutzumschlag.

Walter Ulbricht (1893–1973) war – bis heute weitgehend nicht erkannt – einer der maßgebenden Politiker europäischer Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg. Der jahrzehntelange bedingungslose Gefolgsmann Stalins löste sich seit Beginn der Fünfziger Jahre schrittweise aus dieser Rolle. Im Gefolge des Ost-West-Gegensatzes, unter steter Konterkarierung der Pläne seines Widerparts Konrad Adenauer, entwickelte er einen/seinen Staat. Nach ihrer »Zweitgeburt« durch den Bau der Berliner Mauer 1961 stieg die DDR zu einem stabilen Faktor der Weltpolitik auf. Im Schatten des »Wirtschaftswunders« gelang den »anderen Deutschen« bis Ende der sechziger Jahre ungleich Schwierigeres: Das durch eine rigorose Reparationspoltik der Sowjetunion bis in die Substanz schwer geschädigte Land zu einem der zehn führenden Industriestaaten der Erde zu entwickeln. Walter Ulbricht nahm lebhaften Anteil an modernen wirtschaftlichen Prozessen und lieferte dazu mit dem in seiner Verantwortung entwickelten Neuen Ökonomischen System einen international beachteten Beitrag. Gegen Moskauer Verdikt betrieb er den Dialog mit der Bonner Sozialliberalen Koalition, der zu den Treffen von Erfurt und Kassel führte und den völkerrechtlichen Durchbruch seines Staates bedeutete. Breshnews tiefes Mißtrauen gegen ein sozialistisches »deutsches Modell« im Verbund mit Verfechtern strikter »Abgrenzung gegenüber Bonn« in der SED-Spitze führten zu einem parteiinternen Putsch, über den Ulbricht am 3. Mai 1971 als SED-Chef stürzte.

Norbert Podewin, 1935–2014, 1961 bis 1966 Studium der Geschichtswissenschaft, 1974 Dr. phil. zum Thema deutsch-deutsche Beziehungen; Dozent an der FS für Außenwirtschaft der HS für Ökonomie, seit 1978 Sekretär des Nationalrats der Nationalen Front, zeitweilig Mitarbeiter im ZK der SED und persönlicher Referent von Friedrich Ebert. Seit 1993 zahlreiche Veröffentlichungen zum Vereinigungsprozeß von KPD und SPD in verschiedenen Stadtbezirken Berlins.

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